KSF-Report

Politikbrief des Flughafens Kassel-Calden

KSF ist der sogenannte Drei-Letter-Code des Flughafens Kassel-Calden in der Sprache der International Air Transport Association, kurz IATA genannt.

KSF-Report heißt die dritte Ausgabe des Politikbriefs und steht hier für „Kurz – Sachlich – Fakten“.

Fakt ist, dass in diesem Jahr bereits 18.000 Flugbewegungen mit 30.000 Passagieren gefeiert werden können. Ein großer Erfolg für Alle.

Und hier die weiteren Themen:

Interview mit dem Aufsichtsrats-Vorsitzenden und Finanzminister Thomas Schäfer
„In den kommenden Flugplänen neue interessante Flugverbindungen”

Volkswirtschaftlich rechnet sich der Flughafen Kassel-Calden schon jetzt
Studie unterstreicht die regionalökonomische Bedeutung für die Zukunft der Region

Kassel-Calden ist ein Jobmotor für die Region
In zehn Jahren werden am Flughafen 4.600 Arbeitsplätze hängen

Beihilfe-Leitlinie der EU bedroht die Existenz vieler Regionalflughäfen
Kommissionsentwurf in sich nicht schlüssig und teilweise inkompetent

Piper Generalvertretung expandiert in Kassel-Calden
Größter Ersatzteilhändler für Flugzeuge in Deutschland bezieht neuen Firmensitz

Medienecho
Frankfurter Allgemeine Zeitung, Bild.de, HR-online.de, Airliners.de

Land und Region stehen hinter Regionalflughafen Calden und seinen Mitarbeitern
Veröffentlichung des HMdF, 16. September 2013

 

Interview mit dem Aufsichtsrats-Vorsitzenden und Finanzminister Thomas Schäfer

Hessens Finanzminister und Flughafenaufsichtsratschef Dr. Thomas Schäfer erklärt, welche Erfolge der Flughafen bisher vorweisen kann. Darüber hinaus zeigt er die hohe Bedeutung des Flughafens für die Region Nordhessen auf. Positive Effekte, die schon nach wenigen Monaten erkennbar sind und zukünftig weiter an Bedeutung gewinnen werden. 

Vor rund vier Monaten wurde der Flughafen eröffnet. Wie beurteilen Sie den anlaufenden Betrieb auch im Rahmen des momentanen Marktumfeldes? 

Thomas Schäfer: Nach pünktlicher Fertigstellung können wir auf eine erfolgreiche und weitgehend reibungslose Inbetriebnahme des Regionalflughafens blicken. Das stimmt mich positiv. Durch die Flugzeuge des Geschäftsreiseverkehrs oder aus dem Bereich der allgemeinen Luftfahrt gibt es eine regelmäßige Flugbewegung. Das zeigt, dass die Prognose einer positiven mittel- bis langfristigen Verkehrsentwicklung am Flughafen Bestand hat. Das Marktumfeld ist Schwankungen unterlegen wegen der unerwarteten Insolvenz einiger Fluggesellschaften. Da der Flughafen aber erst wenige Monate in Betrieb ist, bin ich überzeugt, dass es zu einer steigenden Auslastung des Flughafens kommen wird und genauso ist es vorgesehen: Die ersten Jahres des Betriebs stehen im Zeichen der Etablierung des Flughafens am Markt, um den Fluggesellschaften die nötige Zeit zu gewähren, sich für eine langfristige Bindung mit dem Regionalflughafen zu entscheiden. Denn für die ausführende Airline stellt die Aufnahme einer neuen Linienflugverbindung ein finanzielles Risiko von mehreren Millionen Euro dar und bedarf somit einer genauen Marktuntersuchung. 

Seit Jahren wird in die Erhöhung der Standortattraktivität Nordhessens investiert. Ist der Flughafen Kassel Calden dabei ein entscheidender Baustein? 

Thomas Schäfer: Absolut. Eine Studie der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft hat herausgefunden, dass die Region Kassel den dritten Rang im Bereich wirtschaftlicher Dynamik belegt. Zudem ist die Zahl sozialversicherungspflichtiger Arbeitsplätze in der Region zwischen 2006 und 2011 um 17,1 Prozent gestiegen. Ein Regionalflughafen stärkt durch eine leistungsfähige Luftverkehrsanbindung die Mobilität in einer Region und ist somit eine sinnvolle und notwendige Ergänzung der Verkehrsinfrastruktur und ein wichtiges Element zur Unterstützung der positiven wirtschaftlichen Dynamik. Der Flughafen trägt maßgeblich dazu bei, dass die Standortattraktivität Nordhessens sowohl für Unternehmen als auch für Beschäftigte erhöht wird. Das schließt den Erhalt und die Schaffung neue Arbeitsplätze mit ein. Insgesamt ist die Beschäftigung am Flughafen seit 2005 um rund 20 Prozent gestiegen. Somit ist die Entwicklung und Etablierung des Flughafens Kassel-Calden ein zentrales Wirtschaftsförderungsprojekt für die Landesregierung. 

Wegen vieler prominenter Beispiele der jüngsten Vergangenheit, deren öffentlichen Investitionen finanziell und zeitlich aus dem Ruder gelaufen sind, entsteht Unmut bei einigen Bürgern bezüglich hoher öffentlicher Investitionssummen. Was können Sie besorgten Bürgern hinsichtlich des Flughafens Kassel-Calden mit auf den Weg geben? 

Thomas Schäfer: Angesichts dieser Beispiele kann ich den Unmut der Bürger verstehen. Der Ausbau des Flughafens Kassel-Calden aber ist im Rahmen der haushal-terisch abgebildeten Kosten geblieben. Darauf können wir stolz sein. Eine wissenschaftliche Studie von Prof. Dr. Richard Klophaus belegt die regionalökonomische Bedeutung des Flughafens. Die positiven Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekte im Zusammenhang mit dem Ausbau und Betrieb des Regionalflughafens zeigen schon jetzt, dass sich das Geschäft lohnt. Allein der Betrieb hat mit allem Drumherum Steuereinnahmen von mehr als 34 Millionen Euro erwirtschaftet, während der Steuerzahler als Betriebsverlust nur etwas mehr als sechs bis sieben Millionen Euro Verlust abdecken musste. Damit konnten die öffentlichen Haushalte den erforderlichen Verlustausgleich für die Flughafenbetreibergesellschaft mehr als ausgleichen. Für den Steuerzahler ist Kassel-Calden also ein gutes Geschäft. Außerdem sollte der Erfolg und die Sinnhaftigkeit öffentlicher Zuschüsse nicht nur an monetären und betriebswirtschaftlichen Faktoren gemessen werden. Vordergründig dient der Flughafenausbau der Ergänzung der verkehrlichen Infrastruktur Nordhessens und der nachhaltig und sozialen Entwicklung in dieser Region. Unser Ziel ist und bleibt es, dass sich die Flughafenbetreibergesellschaft finanziell selbst trägt und der Flughafen nicht von öffentlichen Zuschüssen abhängig ist. Angesichts der bereits jetzt eingetretenen positiven Effekte in Nordhessen im Zusammenhang mit dem Ausbau und Betrieb des Flughafens ist das Geld genau richtig investiert. Diese positiven Effekte sind auch in Zukunft zu erwarten. 

Ein Großprojekt wie der Ausbau des Flughafens Kassel Calden birgt hohen öffentlichen Diskussionsbedarf über mögliche Probleme. Wo sehen Sie aktuell die größten Herausforderungen im Zusammenhang mit dem Flughafen? 

Thomas Schäfer: Grundsätzlich gilt, dass ein neuer Flughafen eine Anlaufzeit benötigt und eine endgültige Beurteilung nach nur wenigen Monaten noch nicht möglich ist. Ich bin zuversichtlich, dass in den kommenden Flugplänen neue, interessante und lukrative Flugverbindungen und insbesondere Linienflugverbindungen aufgenommen werden können. Neben der Entwicklung des Streckenportfolios steht jetzt vor allem die Stabilität des Bestandflugplans im Kernfokus. 

Der Flughafen ist erst seit kurzer Zeit in Betrieb. Wie schätzen Sie die Entwicklung des Regionalflughafens Kassel-Calden in den kommenden Jahren ein? 

Thomas Schäfer: Mit der Prognose des Luftverkehrsaufkommens der nächsten Jahre wird der Flughafen Kassel-Calden als Standortfaktor für die nordhessische Wirtschaft immer bedeutender und der Flughafen als Wirtschaftsfaktor wichtiger. Der Studie von Prof. Dr. Klophaus zufolge, sind in zehn Jahren in einem mittleren Szenario 4.599 Arbeitsplätze direkt, indirekt und induziert von der Leistungserstellung am Flughafen abhängig. Außerdem ist das Vertriebsteam des Flughafens mit allen in Frage kommenden Anbietern aktiv in Gesprächen. Ich bin überzeugt davon, dass die Bemühungen des Vertrieb- und Marketingteams schon bald zu nennenswerten Erfolgen führen werden. Das Team wirbt neben den Fluglinien aktiv bei Reiseveranstaltern, Reisebüros und beim Endkunden. So kann die Auslastung des Flughafens deutlich gesteigert werden. 

In Kürze:
• Pünktliche Inbetriebnahme des Flughafens
• Notwendige Ergänzung der Verkehrsinfrastruktur
• Flughafen trägt maßgeblich zur wirtschaftlichen Dynamik in Nordhessen

Volkswirtschaftlich rechnet sich der Flughafen Kassel-Calden schon jetzt
Studie unterstreicht die regionalökonomische Bedeutung für die Zukunft der Region

Die volkswirtschaftliche Bilanz für den Flughafen Kassel-Calden ist bereits jetzt deutlich positiv. Die Leistungserstellung am Airport erzeugte im Jahr 2012 ein Steueraufkommen von insgesamt 34,4 Millionen Euro. Damit waren die durch den Flughafen Kassel-Calden initiierten Steuereinnahmen deutlich höher, als der aus öffentlichen Haushalten zu finanzierende Verlust der Betreibergesellschaft des Airports in Höhe von 6,6 Millionen Euro. „Bei einer positiven Verkehrsentwicklung in Kassel-Calden wird dieser Einnahmeüberschuss für die öffentlichen Haushalte noch deutlicher ausfallen“, so das Fazit einer wissenschaftlichen Studie von Prof. Dr. Richard Klophaus vom Zentrum für Recht und Wirtschaft des Luftverkehrs (ZFL). Von den 2012 durch den Flughafen Kassel-Calden initiierten Steuereinnahmen entfielen auf den Bund 16,2 Millionen Euro, auf das Land Hessen 13,5 Millionen Euro und auf die Kommunen 4,7 Millionen Euro. 

Der Flughafen Kassel-Calden dient als wichtiger Wirtschafts- und Standortfaktor der regionalen Daseinsvorsorge und somit der nachhaltigen, sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung in Nordhessen. Dies ist das zentrale Ergebnis der Studie von Prof. Dr. Klophaus. Darin untersuchte das ZFL die regionalökonomische Bedeutung und die Perspektiven des Flughafens Kassel-Calden für die kommenden zehn Jahre. Anlass war die Eröffnung von Kassel-Calden als Verkehrsflughafen für Linien- und touristische Charterflüge sowie Geschäftsreise- und Luftfrachtverkehr. 

„Die ZFL-Studie ist eine wichtige Grundlage für die Weiterentwicklung unseres Flughafens“, sagt Maria Anna Muller, Sprecherin der Gesch.ftsführung Flughafen GmbH Kassel. „Sie zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind und für die langfristige wirtschaftliche Entwicklung der gesamten Region eine entscheidende Rolle spielen.“ 

Hessens Finanzminister Dr. Thomas Schäfer machte als Aufsichtsratsvorsitzender der Flughafengesellschaft bei der Vorstellung der Studie deutlich, dass die Anteilseigner von der Richtigkeit des Ausbaus überzeugt sind. Die Studie unterstreiche nachdrücklich die regionalwirtschaftliche Bedeutung des Flughafens Kassel-Calden, der dem Land Hessen, der Stadt und dem Landkreis Kassel sowie die Gemeinde Calden gehört. „Die Entscheidung für den Aus- und Neubau des Kasseler Flughafens war eine für die Wirtschaft, die verkehrliche Infrastruktur und vor allem für die Bürgerinnen und Bürger in Nordhessen absolut richtige und notwendige Entscheidung“, so Finanzminister Schäfer weiter. „Die Nachfrage nach Luftverkehr und damit die wirtschaftliche Basis für den Flughafenausbau ist hier mehr als an vielen anderen Orten in Deutschland gegeben.“ Dass sich der Flugverkehr von Kassel-Calden über mehrere Jahre hinweg langsam entwickeln müsse, sei den Anteilseignern von Anfang an klar gewesen. 

In Kürze:
• Wissenschaftliche Studie belegt: Volkswirtschaftlich rechnet sich Kassel-Calden schon jetzt
• Steueraufkommen 2012: insgesamt 34,4 Millionen Euro
• Anteilseigner von der Richtigkeit des Ausbaus überzeugt
• ZFL-Studie unterstreicht regionalwirtschaftliche Bedeutung des Flughafens Kassel-Calden

Kassel-Calden ist ein Jobmotor für die Region
In zehn Jahren werden am Flughafen 4.600 Arbeitsplätze hängen 

Der Flughafen Kassel-Calden wird zum Jobmotor für die Region Nordhessen. Prof. Dr. Richard Klophaus vom Zentrum für Recht und Wirtschaft des Luftverkehrs (ZFL) hat dies in seiner wissenschaftlichen Studie eindrucksvoll dargelegt. Er prognostiziert in zehn Jahren mehr als eine Verdoppelung der Beschäftigung. Im Jahr 2023 werden demnach 4.600 Arbeitsplätze direkt, indirekt und induziert von der Leistungserstellung am Flughafen Kassel-Calden abhängig sein. Dabei ist die Zahl der neuen Arbeitsplätze am alten Standort des Flugplatzes noch nicht berücksichtigt, der in ein Gewerbegebiet umgewandelt wird. 

Schon jetzt hat der Ausbau des Flughafens Kassel-Calden einen positiven Einfluss auf den Arbeitsmarkt in der Region, wie die ZFL-Studie dokumentiert. Danach gab es Ende 2012 am Flughafen Kassel-Calden in 19 ansässigen Unternehmen insgesamt 704 direkte Arbeitsplätze. Die Beschäftigung am Flughafen ist damit gegenüber dem Jahr 2005 um rund 20 Prozent gestiegen. Damals gab es am alten Flugplatz 587 direkte Arbeitsplätze. 

Zählt man zu den direkten die indirekten und durch den Flughafen induzierten Arbeitsplätze hinzu, fällt die bisherige Jobbilanz noch positiver aus. Insgesamt registriert die ZFL-Studie für das Jahr 2012 rund 2.170 Arbeitsplätze, die direkt, indirekte oder induziert mit der Leistungserstellung am Flughafen Kassel-Calden verbunden sind. „Dies ist besonders überraschend, da durch die Umsiedlungen und Baumaßnahmen der Betriebe eher mit einem Rückgang der Arbeitsplatzzahlen zu rechnen gewesen wäre“, kommentiert Prof. Dr. Klophaus die Zahlen. 

Bereits zu Beginn des Baus von Kassel-Calden wurden Aufträge für Erd- und Hochbauarbeiten sowie für den Bau des Rollfeldes an nordhessische Unternehmen vergeben. Damit hat der Flughafen für einen wirtschaftlichen Schub und die Sicherung von Arbeitsplätzen in der Region gesorgt. Zusätzlich sind für den Flughafenbetrieb zahlreiche Arbeitsplätze entstanden, zum Beispiel im Bereich des Facility Managments, der Bodenverkehrsdienstleistungen oder der Flughafensicherheit. 

In Kürze:
• ZFL-Studie belegt: Flughafen Kassel-Calden ist Jobmotor für die Region Nordhessen
• 2023: rund 4.600 Arbeitsplätze direkt, indirekt und durch die Leistungserstellung des Flughafens induziert
• Ende 2012: 19 ansässige Unternehmen, 704 Arbeitsplätze
• Seit 2005 Steigerung des Arbeitsangebotes um rund 20 Prozent

Beihilfe-Leitlinie der EU bedroht die Existenz vieler Regionalflughäfen
Kommissionsentwurf in sich nicht schlüssig und teilweise inkonsequent

Der von der EU-Kommission Anfang Juli vorgelegte Entwurf für neue Leitlinien zur Beihilfe für Flughäfen bedroht die Existenz vieler Airports in der Europäischen Union. Das Papier aus Brüssel sieht vor, öffentliche Investitionen in die Infrastruktur zu begrenzen und den Ausgleich von Verlusten zu verbieten. Würde die Beihilfe-Leitlinie so umgesetzt, stünden viele Regionalflughäfen bald vor dem Aus, was die Regionen wirtschaftlich schwächen und Arbeitsplätze vernichten würde. Flughäfen wie Kassel-Calden sind Teil der öffentlichen Infrastruktur und haben eine strategische Bedeutung. Sie dürfen nicht allein unter finanziellen Aspekten betrachtet werden. In unserer heutigen Gesellschaft ist Mobilität auch in den Regionen ein Grundrecht, das durch die EU unterstützt und nicht eingeschränkt werden sollte. Genau das würde durch die jetzt vorgelegten Beihilfe-Richtlinien aber passieren. Der Entwurf der Kommission ist in sich nicht schlüssig und teilweise inkonsequent. Darüber hinaus setzt er richtige Erwägung falsch und teilweise gar nicht um, während die unterschiedlichen Funktionen einer Luftverkehrsgesellschaft als reines Wirtschaftsunternehmen und die eines Flughafens als Verkehrsinfrastruktur unzureichend Berücksichtigung finden. Vielmehr werden Luftverkehrsgesellschaften und Flughäfen meist undifferenziert in einen Topf geworfen, was zu dem befremdlichen Eindruck führt, dass der Staat und seine Verantwortungen abgeschafft werden sollen. Die Imponderabilien bei der Abgrenzung Wirtschaftsfunktion/staatliche Daseinsvorsorge scheint denn auch der Hauptgrund zu sein, dass der Entwurf der Kommission als unausgeglichen und untauglich bezeichnet werden muss. Der jetzige Entwurf ist allenfalls ein Versuch, der Wettbewerbsproblematik in der Airline-Industrie Herr zu werden, wobei nicht wieder gut zu machende Kollateralschäden bei den Infrastrukturen die schmerzvolle Folge sind. Betroffen sind dabei keineswegs nur die kleinen Flugplätze unter 1 Mio. bzw. 3 Mio. Passagiere, sondern alle Flughäfen und Landeplätze mit schlussendlich negativen Folgen für Wirtschaft, Gesellschaft und die Luftverkehrsgesellschaften.Es ist grundsätzlich falsch, die kleinen Flughäfen nur mit Passagierzahlen in Verbindung zu bringen und daran zu bemessen. Die Aufgaben der kleineren Flughäfen bestehen insbesondere nicht im Abfertigen von Passagieren für Luftverkehrsgesellschaften, sondern sind vielmehr Infrastrukturen für die Allgemeine Luftfahrt. Dazu gehört nach Europäischer Betrachtung jede Luftfahrt, die ihren Anlass nicht in der Linie-/Linienähnlichen oder militärischen Luftfahrt findet, also z.B. Arbeits- und Rettungsfliegerei, Piloten-Schulung, Individualreise (insbesondere die Geschäftsluftfahrt in vielschichtiger, kommerzieller und nicht-kommerzieller Weise) und vieles mehr. Diese Abgrenzung und das Wissen um die verschiedenen Nutzer von Luftverkehrsinfrastrukturen sind umso wichtiger, als dort nahezu 2/3 aller Flugbewegungen stattfinden. Passagiere im Linien- oder Linienähnlichen Verkehr dienen der Konnektivität der Region und sind oft zur besseren Auslastung der Infrastruktur und seiner Dienste ein willkommener Kostenteiler. Sie sind Teil der Aufgabe eines Flugplatzes, nicht sein alleiniger oder hauptsächlicher Inhalt. 

In Kürze:
• Beihilfe-Leitlinie der EU bedroht Existenz vieler Regionalflughäfen
• Regionalflughäfen sind Teil der öffentlichen Infrastruktur und haben strategische Bedeutung
• Mobilität als Grundrecht, soll auch durch die EU unterstützt und nicht eingeschränkt werden
• Negative Folgen für Wirtschaft, Gesellschaft und Luftverkehrsgesellschaften
• Regionalflughäfen auch als wichtige Infrastruktur für die Allgemeine Luftfahrt

Piper Generalvertretung expandiert in Kassel-Calden
Größter Ersatzteilhändler für Flugzeuge in Deutschland bezieht neuen Firmensitz

Die Piper Generalvertretung Deutschland AG ist eine starke Basis für die Allgemeine Luftfahrt (General Aviation) am Flughafen Kassel-Calden. Mit den drei Bereichen Flugzeugverkauf, Ersatzteilhandel und Wartungsdienste zählt die Gruppe zu den wichtigsten Unternehmen der General Aviation in Deutschland. Piper gehört in Europa zu den drei führenden Lieferanten für Flugzeugteile, Flugzeugelektronik, Schmierstoffe und Zubehör. Weltweit belegt Piper Platz fünf. 

Am 20. Juli 2013 eröffnete die Piper Generalvertretung offiziell ihren neuen Firmensitz am Flughafen Kassel-Calden. Damit demonstriert das Unternehmen sein Vertrauen in den Wirtschaftsstandort Kassel. Die Piper Generalvertretung profitiert von der verbesserten Infrastruktur und fühlt sich hier für den internationalen Wettbewerb gut gerüstet, in dem sie künftig eine noch größere Rolle spielen will. Der Umzug vom alten Flugplatz zum neuen Regionalflughafen bietet nun exzellente Voraussetzungen für die Expansion des Geschäfts diesseits und jenseits der deutschen Grenzen. 

„Auf den Umzug an den neuen Flughafen haben wir schon lange gewartet. Für unser Unternehmen war der Bau von KSF (Flughafenkürzel für Kassel-Calden) dringend notwendig, da der alte Standort einfach zu klein geworden ist“, sagt Wilfried Otto, Vorstandsvorsitzender der Piper Generalvertretung. „Für die Allgemeine Luftfahrt ist das ein wichtiger Schritt, und der Flughafen wird von dem durch die General Aviation generierten Verkehr verstärkt profitieren. Allein im vergangenen Jahr zählten wir mehr als 2.000 Flugbewegungen.“ 

Die Piper-Unternehmensgruppe operiert schon seit über 30 Jahren von Kassel aus. Sie steht für Know-how und Kompetenz in der Allgemeinen Luftfahrt. Seit der Eröffnung der Piper Generalvertretung 1968 hat der amerikanische Flugzeughersteller in Kassel mehr als 1.600 neue Maschinen ausgeliefert. Die Piper Generalvertretung Deutschland AG entstand 1983 im Rahmen eines Management-Buy-outs. 

Zum Piper-Engagement betont Jörg Ries, Gesch.ftsführer der Flughafen GmbH Kassel. „Kassel-Calden ist seiner zentralen Top-Lage und seiner exzellenten Infrastruktur wegen die perfekte Plattform für führende Unternehmen der Allgemeinen Luftfahrt. Wir sind sicher, dass Piper mit der neuen Basis seine Führungsrolle in Europa noch weiter ausbauen kann.“ 

Die Allgemeine Luftfahrt ist für die Mobilität im föderalen Europa von großer Bedeutung. Die privaten und eschäftsflugzeuge starten und landen auf mehr als 3.000 Flugplätzen und bieten somit über 300.000 Städteverbindungen in die Regionen. 

Die klassische Linienluftfahrt hingegen fliegt nur etwa 400 Flughäfen in ganze Europa an, die überwiegend in den Metropolregionen liegen. Daraus ergeben sich etwa 30.000 Städteverbindungen, also nur ein Zehntel der Allgemeinen Luftfahrt. 

Dazu Ulrich Spengler, stellvertretender Hauptgesch.ftsführer der IHK Kassel-Marburg: „Die Allgemeine Luftfahrt ist sehr innovativ und damit ein besonders wichtiger Jobmotor für unsere Region. Piper beweist, wie erfolgreich man vom Standort Kassel Calden aus kontinental wie global zu den Top-Playern zählen kann. Mit dem Cluster Competence Center Aerospace haben wir in Kassel durch die Bündelung der Aviation Firmen die Basis für weitere großartige Erfolge geschaffen. Der Flughafen Kassel-Calden ist dafür die perfekte Basis.“ 

Viele Neuerungen für die großen Verkehrsmaschinen werden zunächst für kleinere Flugzeuge entwickelt und getestet. Zum Beispiel Verbundwerkstoffe oder die so genannten Winglets an die Flügelspitzen, die den Treibstoffverbrauch von Flugzeugen reduzieren. In der General Aviation legen zudem alle Verkehrspiloten ihre Ausbildung ab, bevor sie auf Linienjets umsteigen und Passagiere befördern dürfen. 

In Kürze:
• Piper Generalvertretung expandiert am Flughafen Kassel-Calden
• Piper gehört weltweit zu den fünf wichtigsten Unternehmen der General Aviation
• Piper begrü.t und profitiert vom Ausbau des Flughafens Kassel-Calden
• Privat- und Geschäftsflugzeuge bedienen in Europa mehr als 3.000 Flugplätze und ermöglichen damit über 300.000 Städteverbindungen in die Regionen 

 

Medienecho

Frankfurter_Allgemeine_Logo„…Der Vorstandsvorsitzende der Gesellschaft, Wilfried Otto, unterhält die Zentrale des Unternehmens für das Geschäft in Europa seit den siebziger Jahren in Calden und hat es dort immer mehr konzentriert. Er setzt auf die zentrale Lage des Standorts, „weil wir fest daran glauben, dass sich dieser Flugplatz entwickeln wird“. Ein vergleichbarer Standort sei in Europa nicht zu finden…“ 22. Juli 2013 

 

Bild.de_Logo„….Piper eröffnet neuen Deutschland-Sitz am Flughafen Kassel-Calden. Der Umzug vom alten zum neuen Kasseler Flughafen sei ein wesentlicher Schritt, um weitere Geschäfte zu generieren, sagte Vorstandschef Wilfried Otto am Freitag. Piper verkauft Flugzeuge, betreibt Ersatzteilhandel und Wartung…“ 19. Juli 2013  

 

 

Hr_Online_Logo„…Der Kleinflugzeugbauer Piper eröffnet am Flughafen Kassel-Calden seinen neuen Deutschland-Sitz. Bislang war die Heimat von Piper am alten Flughafen Calden. Piper-Vorstand Wilfried Otto sieht als Vorteil die Lage mitten in Europa…“ 19. Juli 2013 

 

 

Land und Region stehen hinter Regionalflughafen Calden und seinen Mitarbeitern 

Bei Gesprächen mit Gesch.ftsführung und Mitarbeitern der Flughafen GmbH Kassel (FGK) am 13. September 2013 haben sich die Hessische Landesregierung und die Gesellschafter der FGK noch einmal eindeutig zum Regionalflughafen und seiner Zukunft als Teil der Verkehrsinfrastruktur in Nordhessen bekannt. „Wir sind heute zu Ihnen gekommen, um in einer zum Teil aufgeregten öffentlichen Debatte ‚Ja‘ zu sagen: ‚Ja‘ zum Flughafen 

Kassel-Calden – ‚Ja‘ zu den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Calden und ‚Ja‘ zum Wirtschaftsstandort Kassel und Nordhessen“, sagte Hessens Finanzminister und Aufsichtsratsvorsitzender der FGK, Dr. Thomas Schäfer. „Vom heutigen Tag geht ein starkes Signal aus, dass die Menschen in Nordhessen darauf vertrauen können, dass das, was hier mit großem Engagement aufgebaut wurde, nicht in wenigen Monaten kaputt geredet wird“, so Schäfer weiter, der damit nicht nur für die Landesregierung, sondern für alle Gesellschafter – Stadt und Landkreis Kassel, Gemeinde Calden und Land Hessen – sprach. 

Finanzminister Dr. Thomas Schäfer, Kassels Oberbürgermeister Bertram Hilgen, Landrat Uwe Schmidt und der Erste Beigeordnete der Gemeinde Calden, Adolf Roß, hatten klare Botschaften im Gepäck: Ziel der Gesellschafter ist es, den Flughafen Kassel-Calden in den kommenden Jahren zu einem integralen Bestandteil der Verkehrsinfrastruktur in Nordhessen zu entwickeln. Dafür bedarf es eines langen Atems, Gelassenheit in unruhigen Zeiten und des Vertrauens in die wirtschaftliche Tragkraft dieser Region. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können sicher sein, dass niemand in der Wintersaison entlassen wird, weil in einem begrenzten Zeitraum von Kassel-Calden aus weniger Flüge starten werden. „Das wäre nicht nur unverantwortlich gegenüber den Beschäftigten, sondern würde auch die Betriebstätigkeit des Flughafens selbst aufs Spiel setzen“, war man sich einig. 

Für den Sommerflugplan können wir schon jetzt eine deutliche Stabilisierung feststellen 

„Der Bau des Flughafens ist eine nordhessische Erfolgsgeschichte und ein hervorragendes Beispiel für eine gelungene Kooperation zwischen dem Land, der Stadt und dem Landkreis Kassel sowie der Gemeinde Calden“, erklärte Oberbürgermeister Bertram Hilgen. Die IHK Kassel-Marburg habe das Projekt ebenfalls klar unterstützt und erst jüngst wieder ein Bekenntnis zum Flughafen abgelegt, der bereits intensiv für den Geschäftsreiseverkehr genutzt werde. „Als Verantwortliche vor Ort finden wir uns hier in einem breiten politischen und gesellschaftlichen Konsens, der zum Ziel hat, die Chancen und Perspektiven einer aufstrebenden Region zu erhöhen“, betonte Landrat Uwe Schmidt. Caldens Erster Beigeordneter, Adolf Roß, sagte: „Der Flughafen ist nicht nur eine große Chance für unsere Gemeinde, sondern für die gesamte Region.“ Und Finanzminister Dr. Thomas Schäfer ergänzte: „Wer stets nur die Ferienflieger im Kopf hat, unterschlägt, dass jeden Monat im Schnitt rund 3.000 Flugbewegungen am Flughafen Kassel-Calden stattfinden.“ Hier werde in der Öffentlichkeit ein Zerrbild der tatsächlichen Verhältnisse vermittelt. „Ich bin unseren Partnern vor Ort – Stadt, Kreis und Gemeinde – sehr dankbar, dass sie genauso wie wir bereit sind, unser gemeinsames Projekt zusammen mit der Geschäftsführung fit für die Zukunft zu machen. 

Sommerflugplan: Germania übernimmt die zwei wöchentlichen Flüge nach Antalya 

Im September und Oktober wird es noch mehrere Flugverbindungen zu den Destinationen Palma de Mallorca, Antalya und Split geben. Im November steht das italienische Kalabrien auf dem Flugplan. „Ich freue mich außerdem Ihnen heute mitteilen zu können, dass bereits ab dem 1. Februar ein deutscher Veranstalter von Kassel-Calden aus einmal pro Woche die Destination Teneriffa und einmal die Woche die Destination Las Palmas de Gran Canaria bedienen wird“, erklärte Gesch.ftsführerin Maria Anna Muller. „Die Fluglinie ist eine europäische Airline und die beiden Strecken werden zunächst bis 31. Oktober 2014 bedient. Eine Pressemeldung des Veranstalters und die Öffnung der Buchungsportale erfolgten zum 1. Oktober dieses Jahres. „Darüber hinaus kann ich schon jetzt verkünden, dass die in den vergangenen Monaten von einem anderen Anbieter bediente Destination Antalya im Sommerflugplan von unserem starken Partner Germania mit zwei wöchentlichen Flügen übernommen wird. Ebenfalls im Programm ab April bleiben die zwei wöchentlichen Flüge nach Palma de Mallorca“, erläuterte Muller. Weitere Verbindungen seien in Vorbereitung. 

Land Hessen trägt Kosten für Flughafensicherheit 

Wie die Gesch.ftsführung weiter mitteilte, werde es in der Wintersaison keine betriebsbedingten Kündigungen geben. „Die Arbeitsplätze am Regionalflughafen Kassel-Calden sind sicher!“ Mit einer Gesamtstärke von 142 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern arbeite man ohnehin im Bereich einer Mindeststärke, um den Flughafenbetrieb am Laufen zu halten und die Verkehrsinfrastruktur sicherzustellen. „Nur weil in einem gewissen Zeitraum weniger Autos fahren, wird ja auch keine Autobahn dicht gemacht“, erklärte Minister Schäfer. Er erklärte darüber hinaus für die Gesellschafter, dass das Land Hessen selbstverständlich die so genannten Gemeinwohlkosten am Flughafen – beispielsweise für die Flugsicherheit und den Brandschutz – trage. Dabei handele es sich um eine hoheitliche Aufgabe, die hier wie auch an anderen Flughafenstandorten vom Staat getragen werde. Dafür stünden im laufenden Haushaltsplan des Landes etwas mehr als 4 Mio. Euro zur Verfügung. Hier erfolge eine Kostenerstattung des Landes für Gemeinwohlaufgaben der Flughafen GmbH Kassel. „Wer dies infrage stellt, gefährdet nicht nur Arbeitsplätze, sondern spielt auch mit der Sicherheit von Flugpassagieren“, betonte Schäfer. 

Der Finanzminister ordnete den Flughafenausbau bei der Gelegenheit noch einmal in ein Gesamtkonzept ein: „Die Hessische Landesregierung hat die Region Nordhessen seit 1999 planmäßig gefördert, die seit der Wiedervereinigung und der Erweiterung der Europäischen Union nach Osten ins Zentrum Europas gerückt ist.“ Der Schwerpunkt lag dabei in der Förderung von Unternehmensgründungen, in der gezielten Verbesserung der Innovations- und Investitionsfähigkeit kleiner und mittlerer Unternehmen sowie im Ausbau wirtschaftsnaher Infrastrukturen. „Niemand bestreitet heute die regionale Wachstumsdynamik, die von Nordhessen ausgeht – der Standort ist in den vergangenen zehn Jahren in Deutschland und in Europa attraktiv geworden, die nordhessische Wirtschaft boomt und die Arbeitslosenquote ist überdurchschnittlich zurückgegangen.“ Die geographische Lage, die guten Verkehrsanbindungen, die Förderung des Hochschulstandortes, der Kultur und des Tourismus seien heute mehr denn je Markenzeichen Nordhessens. „Wir haben eine erfolgreiche Logistikdrehscheibe geschaffen und Kassel ist im vergangenen Jahr als wirtschaftlich dynamischste Großstadt Deutschlands identifiziert worden.“ Kassel-Calden sei deshalb zuallererst eine sinnvolle und notwendige Ergänzung der nordhessischen Verkehrsinfrastruktur. Alle umliegenden Flughäfen in Erfurt, Paderborn oder Hannover liegen für die Industrie- und Unternehmensansiedlungen zu weit weg. Das Leistungsangebot des Flughafens in Paderborn rechtfertige im Übrigen nicht die .berbrückung der Entfernung für Unternehmer und Reisende von Kassel aus. 

Die Luftverkehrswirtschaft insgesamt befindet sich zurzeit allerdings in einer Krise, die auch andere Flughäfen, in Deutschland und in Europa – ja sogar weltweit – zu spüren bekommen. Insofern fiel der Start des Flughafens Kassel-Calden genau in eine Zeit ungünstiger ökonomischer Umstände. „Wir haben den Flughafen jedoch nicht für die nächsten anderthalb Jahre ausgebaut, sondern dauerhaft für die kommenden Jahrzehnte als Teil der Verkehrsinfrastruktur“, hob Schäfer hervor. Nach wie vor gehe man mittelfristig von einem weiteren Anstieg der Passagierzahlen in Deutschland bis 2020 aus. Aufgrund seiner Lage bleibe Deutschland das zentrale Luftdrehkreuz in Europa. Die großen Hubs werden in einigen Jahren an Kapazitätsgrenzen stoßen. Dies alles eröffne den Regionalflughäfen mittelfristig erfolgreiche Perspektiven, wenn sie als Teil einer wirtschaftlich erfolgreichen Region betrieben werden. 

„Es gibt immer noch Flughafengegner und Skeptiker, die den Aufschwung der Region nicht wahrnehmen oder wahrhaben wollen. Es ist nicht mehr nachvollziehbar, wie politische Mitbewerber offensichtlich so etwas wie klammheimliche Freude empfinden, wenn eine Fluggesellschaft einen ins Auge gefassten Vertrag nicht abschließt. Diese Strategie wird aber nicht aufgehen“, so ist sich der Aufsichtsratsvorsitzende sicher. Denn in das positive Bild Nordhessens werde sich der Flughafen einfügen können und er werde selbst weitere Impulse vermitteln. „Dies sagen uns die aktuellen Prognoseplanungen, es ist aber auch klar, dass sich dies finanziell entwickeln muss, wenn der Betrieb läuft. Wir werden in Kassel allerdings keine Billigflieger subventionieren: Dies wäre eine bequeme Lösung gewesen, sie bringt  aber langfristig nur Ärger mit der Europäischen Union und Schulden“, so Schäfer. „Kassel-Calden ist der einzige Flughafen, der durch drei Notifizierungsverfahren der EU gekommen ist. In Europa wird genau hingesehen, wenn wir bei den Starts und Landungen mit den Gebühren in den Wettbewerb eingreifen. Bestimmte Fluggesellschaften haben also in Kassel-Calden keine Chance. Wir bewegen uns im Einklang mit den Regeln der EU – auch wenn dies die Startphase des Flughafens verlängern wird. Kassel-Calden ist ein grundsolides und hervorragend administriertes Projekt, das wir am Ende auch dauerhaft wirtschaftlich betreiben werden, das von der Region angenommen wird und die dort vorhandenen Standortvorteile weiter verstärken wird. Um dies zu dokumentieren, dafür sind wir heute hier!“ 

In Kürze:
• Land Hessen, Stadt und Landkreis Kassel und die Gemeinde Calden stehen zum Flughafen Kassel-Calden
• Keine Entlassungen am Flughafen Kassel-Calden
• Sommerflugplan bringt deutliche Stabilisierung
• Durchschnittlich 3.000 Flugbewegungen pro Monat

 

18.09.2013